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Das erste Mal krank

Autor: RebekkaGaese | Datum: 25 Oktober 2017, 18:41 | 2 Kommentare

Ich habe ja schon in einem der letzten Blogeinträge erwähnt, dass ich leider in meiner zweiten/dritten Woche wegen Krankheit verhindert war und so an meinem Blog nicht weiterschreiben konnte.
Ich schildere im Folgenden den besagten Zeitraum. (weiter)

 

Meine Einsatzstelle (die ersten Erfahrungen)

Autor: RebekkaGaese | Datum: 14 Oktober 2017, 14:17 | 0 Kommentare

Morgens muss ich für die Arbeit um 6:15 Uhr aufstehen, dann hole ich um 7:00 meinen kleinen Nachbarsjungen ab und dann marschieren wir gemeinsam die 15 Minuten zur Schule, mal ist er und mal bin ich noch müde.

Madame Marie, Madame Ida und Madame Nono (Bertin) sind die Kindergärtnerinnen des Ecole Maternelle in Mbouo und ich komme sehr gut mit ihnen zurecht. Sie sind meist schon etwas eher da als ich und begrüßen mich mit den platonischen zwei Küsschen auf die Wange wenn ich morgens ankomme. Mein Französisch muss sich jetzt dringend verbessern, damit ich ihnen besser erklären kann, was mir ein Kind gesagt hat oder ich wissen will. Deshalb war in den ersten 5 Tagen mein Handy mit der LEO-App und mein Wörterbuch nicht wegzudenken. „Assoi toi!“ also „setz dich!“ und „tu tu veux pice?“, was „musst du auf die Toilette?“ bedeutet, sind Teil meines neuen Vokabulars (ich kann französisch nicht schreiben, das ist deswegen nicht garantiert korrekt geschrieben).

In der ersten Woche nach den Ferien, wurden die größeren Geschwister mit ihren kleineren noch zusammengefasst, damit die Kleinen sich erstmal an die Änderung ihres Tagesablaufs und an die anderen Kinder gewöhnen konnten. Was zur Folge hatte, dass 47 Kinder in einem Raum saßen, welcher normalerweise nur die größeren Kinder fasst. Auf den Größeren lag zu dem Zeitpunkt eine große Verantwortung, weil sie dafür zuständig waren, das Geschwisterkind zu trösten, es auf die Toilette zu begleiten, es teils zu füttern und dafür zu sorgen, dass es sitzen bleibt (all das ist später bei den Kleinen in der getrennten Klasse meine Aufgabe). 
In meiner ersten Woche, habe ich vor allem versucht mir Gesichter und Namen der Kinder zu merken, was mir leider bis heute mit einigen Kindern nicht gelingt. Ich hatte noch keine wirkliche Aufgabe, sondern habe erst einmal beobachtet, wie die Erzieherinnen mit den Kindern sprechen und was sie den Kindern erlauben bzw. verbieten.

Mittlerweile male ich Symbole und Bilder für den Unterricht oder spitze Stifte mit einer Rasierklinge an. Der Anspitzer den wir haben hat eine zu kleine Öffnung für die unangespitzten Bleistifte, die wir benötigen. Ich habe mich ein paarmal geschnitten aber letzten Endes habe ich meine Aufgabe erfüllt.
Ich male auch öfter Kreise, die die Kinder dann ausmalen sollen.
Zwei Mädchen aus der Klasse hängen mir pausenlos am Bein, Danielle und Theresa. Beide lassen sich nicht gerne von mir auf den Platz schicken. Am liebsten kuscheln sie mit meiner Hose und folgen mir auf Schritt und Tritt. Wenn ich mit einem anderen Kind Richtung Toilette laufe, schauen sie um die Ecke um zusehen was ich da mache.
Theresa zieht immer einen Flunsch, wenn ich sie zum Platz schicke und Dani lächelt einfach als verstehe sie mich nicht und bleibt stehen.

Leider landete nicht alles was in die Toilette soll, auch wirklich darin, was mir die Arbeit nervlich erschwerte. Ich würde mich wohl oder übel daran gewöhnen müssen und dann Nase zu und durch.
Mein Nachbarsjunge wird momentan von Windeln entwöhnt, ihn störte es jedoch nicht, einfach laufen zulassen.
Ich möchte hier relativ unverblümt schildern, was am zweiten Tag passiert ist. Deswegen warne ich dich als Leser jetzt vor.  
Besagtes Kind trug an meinem zweiten Arbeitstag eine lange Hose und knöchelhohe Schuhe.
Er verrichtete sein großes Geschäft in diese Hose und Schuhe. Anstelle etwas zusagen, stellte er sich neben mich und bis ich es erschnüffeln konnte.
Zudem lag mitten im Durchgang vom Flur in die Klasse eine Spur, die ihm unten aus der Hose gefallen war. Panisch suchten Madame Marie, Madame Ida und ich jedes Kind ab.
Da ich nun mal neben dem Durchgang und besagtem Kind saß, kam ich erstmal nicht darauf es könne er sein. Daher wurden jetzt bei allen kleinen Kindern ein Shitcheck durchgeführt, bis wir bei ihm ankamen. Mein Nachbarskind war jedoch immer hinter mir her durch den Klassenraum gelaufen und hatte überall ein bisschen aus seiner Hose verloren. Ich war sehr froh, als Madame Marie sich ihm annahm und ich nur die Spuren wieder beseitigen musste.
Seit dem Vorfall frage ich meinen Nachbarsjungen alle 20 Minuten, ob er auf Klo muss.

Okay, das war der kleine Cut in meinem Bericht und jetzt geht es weiter, mit der täglichen Routine.

Der Unterricht wird mit einigen Liedern ausgeschmückt, sowie auch mit einem gemeinsamen Gebet vor dem Essen. Die meisten Lieder handeln von Gottes Liebe zu seinen „petites enfants“ und diese singen die Lieder lauthals mit. Es macht wirklich Spaß mit ihnen zusammen zu singen. Ich habe auch schon ein paar deutsche Spiele mit ihnen gespielt, zum Beispiel „Es kommt ein Mann die Treppe rauf“ oder „Hier hast nen Taler“, was unsere Omi immer mit uns gespielt hat, als ich und meine Geschwister noch klein waren. Die Kinder spielen das mittlerweile auch untereinander und nuscheln irgendetwas vor sich hin bevor sie einander kitzeln. Richtig niedlich, das mit anzuschauen.

Unterrichtsinhalt war in der ersten Woche, die Wochentage aufsagen, das Datum lernen und lernen vertikale Linien und Kreise mit einem Stück Kreide zu malen. Jedes Kind bekommt, wenn es vorne an der Tafel einen schönen Kreis oder eine schöne Linie malt, ein „Bravo“ der anderen Kinder. Der Spruch dazu geht: „Bonbon, Chocolate, Yaou!“, und das Kind welches das Bravo erhält tanzt dazu. Zudem werden wie oben schon erwähnt viele Lieder mit Bewegungen, wie hüpfen („sorte“), boxen („boxe“), kreiseln („rule“), drehen („turne“), laufen („marche“) und tanzen („dance“) begleitet.
Das ist übrigens bis jetzt Unterrichtsinhalt bei den kleinen Kindern. In den letzten Tagen mussten die älteren der kleinen Kinder noch Schablonen umzeichnen und eine horizontale Linie mit einer vertikalen verbinden.

Nach der großen Pause der Grundschule um 10 Uhr, durften die Kinder in der ersten Woche noch raus in den Garten vor der Tür. Mittlerweile kommt das in den getrennten Gruppen kaum noch vor. Bis auf einen Ball gibt es keine Spielsachen. Falls er zum Spielen rausgeholt wird, dann rennen alle Kinder hinter besagtem Ball her.
Meist wird aber ohne Ball Pferd und Reiter gespielt, oder auch fangen und verstecken. Die Jungs lieben es, sich zu raufen und solange sie dabei lachen, lassen wir sie einfach machen. Immer mal wieder streiten sich ein paar Kinder und ich versuche dann zu verstehen, was passiert ist. Dabei wird mir aber von den Kindergärtnerinnen geholfen.
Mo, Di und Do geht der Kindergarten bis 13 Uhr, Mi und Fr bis 11 Uhr. Die Grundschule dauert an allen Tagen zwei Stunden länger, weshalb manche Kinder erst dann von ihren älteren Geschwistern mitgenommen werden. In der Zeit wische oder fege ich den Klassenraum.
Zum Wischen schüttet man Wasser auf den Boden des Klassenzimmers und um den Dreck der sich angesammelt hat Richtung Ausgang zu befördern schiebt man das Wasser mit einer Bodenflitsche unter den Tischen her. Es dauert ein wenig, ist aber irgendwie meditative Arbeit, wahrscheinlich weil es am Vormittag und Mittag immer so laut ist, wenn die Kinder im Raum herumwuseln und man so nur das Schwappen des Wassers hört. Hat auf jeden Fall etwas.
Nachdem dann alle Kinder abgeholt wurden, schnappe ich mir meinen kleinen Nachbarn und mache mich mit ihm auf den Heimweg. Viele Kinder der Grundschule nennen mich noch Mia oder Sarah (die beiden Freiwilligen vor mir, die auch an meiner Einsatzstelle gearbeitet haben), vielleicht ändert sich das ja bald.

So viel erstmal zu meinen ersten Erfahrungen. Ich könnte noch einiges mehr beschreiben aber ich muss jetzt erstmal schauen, dass ich diesen Blogeintrag richtig formatiert hochladen kann.
Ich hoffe du hattest Spaß am Lesen!
Bis Bald und schöne Grüße aus MBOUO!
Rebekka 

 

 

Meine erste Woche (Freitag bis Sonntag)

Autor: RebekkaGaese | Datum: 22 September 2017, 21:20 | 0 Kommentare

(Ich entschuldige mich vorweg kurz, dass ich die erste Woche jetzt erst zu Ende bringen kann. Mir ist einiges dazwischengekommen, erkläre ich in einem anderen Blogeintrag.)

 (weiter)

 

Meine erste Woche (Dienstag- Donnerstag)

Autor: RebekkaGaese | Datum: 03 September 2017, 18:21 | 2 Kommentare

Dienstag, 29. August 2017

Ein weiteres Mal wurde ich vom Hahn geweckt. Der Schlingel stellt sich immer direkt vor meine Tür und kräht aus voller Kehle. Ruben und Fritz bekommen da gar nicht so viel von mit, wie ich. Mir sind schon mehrere Gedanken dazu gekommen, wie ich verhindern könnte, dass der sich immer den Premiumplatz sichern kann: „Helfen wohl Vogelscheuchen auch gegen Hühner?", beispielsweise. (weiter)

 

Endlich angekommen

Autor: RebekkaGaese | Datum: 31 August 2017, 12:17 | 3 Kommentare

Bonjour oder besser Hallo,
Mein Französisch ist noch nicht so gut, als dass ich diesen Blogeintrag auf französisch verfassen könnte.
Erstmal an alle, denen ich noch nicht persönlich Bescheid gegeben habe: Ich bin heile und sicher in MBOUO angekommen! (weiter)